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ausbildung:be:beer_sondergeraete_fognail

Fognail

Allgemein

Inhalt

  • ein Weitsprühnagel
  • zwei Breitsprühnägel
  • ein Kleinverteiler C/D/D/D
  • ein Übergangsstück Storz C/D
  • ein Fognail® Spezialhammer
  • 3 Schläuche à 10 m

Anwendung

Löschlanzen ermöglichen es, Brände in schwer zugänglichen Stellen zu erreichen. Darunter fallen Brände in Hohlräumen mit engen Spalten (z. B. Zwischendecken, Versorgungsschächte,… ).

Weiter können sie bei schwelenden Heu- und Strohstapeln, Spänebunkern, Kohlen- und Müllhalden eingesetzt werden. Sie finden dort heutzutage allerdings nur noch selten Verwendung, da aufgrund neuer Löschtechniken (Wasser mit Netzmitteln, Kohlendioxid, etc.) und verminderter Einsatzmöglichkeiten (z.B. durch zu fest gepresste Strohballen, zusammengelegte und zentralisierte Müll- und Schutthalden) der Bedarf stark gesunken ist.

Beim Einsatz von Löschnägeln kann die Gefahr einer Rauchgasexplosion stark verringert werden. So kann beispielsweise ein Löschangriff mit einer Löschlanze, die durch die Tür einer brennenden Wohnung geschlagen wird, gestartet werden, ohne dass Fenster oder Türen geöffnet werden müssen. So erhalten die Flammen keine neue Frischluftzufuhr und der Brand kann durch die feine Verteilung des Wassers sehr effektiv bekämpft werden. Da durch den Einsatz eines Löschnagels die betreffende Tür nicht geöffnet werden muss, werden angrenzende Räume nicht verraucht. Dies verhindert Rauchschäden und erhöht die Sicherheit der noch im Gebäude befindlichen Personen. Jedoch ist das Einschlagen der Löschlanzen nur bei Holztüren bis zu einer gewissen Stärke möglich.

Weitere Einsatzmöglichkeiten

  • die Errichtung von Wasserwänden, die bei Großbränden das Ausbreiten des Feuers auf noch nicht betroffene Gebäudeteile verhindern
  • Fahrzeugbrand
  • Dachstuhlbrand

Angriffsmöglichkeit

Grundsätzlich werden beim Einsatz des Fognail® zwei verschiedene Angriffsstrategien angewendet.

Direkter Angriff

Beim direkten Angriff, wie zum Beispiel bei einem offenen Brand der Klasse A, wird der Fognail® direkt auf den Brandherd ausgerichtet und aktiviert. Außerdem wird der Fognail® beim Vorgehen von Einsatzkräften in thermisch hoch belasteten Gebieten als Hydroschild eingesetzt.

Indirekter Angriff

Die Spezialität des Fognail® ist der indirekte Angriff. Mit dieser Technologie ist es möglich, eine unübersichtliche Lage schnellstens zu stabilisieren.

Ohne den Brandraum zu öffnen, wird der Fognail® in räumlich abgegrenzte Brandereignisse eingebracht und der Löschvorgang aktiviert. Der gewünschte Erfolg, die Minimierung bzw. Löschung der Flammen, tritt innerhalb von Sekunden ein.

Damit werden die unerwünschte Sauerstoffzufuhr und eine mögliche Ausbreitung des Brandes verhindert. Gleichzeitig wird selbst der ungeschulte Anwender des Fognail® damit nicht direkt den schädlichen Auswirkungen des Brandes, wie Hitze, Toxizität und Sichtbehinderung ausgesetzt.

Kurzanleitung Handhabung

  • Brandstelle lokalisieren, dabei wärmsten Bereich erkunden
  • Hammer - Sicherungsschlaufe um eine Hand legen und festziehen
  • Hammer mit beiden Händen fest am hinteren Teil des Stieles fassen
  • Hammerspitze in Richtung der wärmsten Stelle, möglichst nahe den Flammen, ausrichten
  • ausholen und Spitze kräftig einschlagen, Vorsicht bei dünnen Holztüren und Wänden Hammer um ca180° drehen, dann Lochdurchmesser = Nageldurchmesser
  • Fognail mit der Kupplung nach oben einstecken und so festhalten
  • Hammer in die andere Hand nehmen mit der abgeschrägten Hammerfläche leichte Schläge auf den hinten gelegenen Schlagbolzen des Fognail ausführen
  • Fognail dann so ausrichten, dass die Kupplung mit dem Schlauch unten hängt
  • Kugelhahn langsam öffnen, bis der Schlauch gefüllt ist (Wasserdruck ≈ 7 bar), erst dann Kugelhahn voll öffnen, sonst Gefahr von Wasserschlag im Schlauch sauberes Wasser verwenden
  • ca. 20 sek. warten, dann Kugelhahn wieder schließen  sollte noch Brandrauch austreten wieder den Kugelhahn öffnen, bis weißer Dampf aus dem Brandbereich austritt
  • Türen vorsichtig öffnen und die Glut sichten, dann Nachlöscharbeiten mit dem Fognail ausführen, dabei den Nagel wiederholt an verschieden Stellen in die Glut stecken

Download

PowerPoint- Präsentation Fognail

fognail.ppt (2.34 MiB, 3M ago, 1004 downloads)

ausbildung/be/beer_sondergeraete_fognail.txt · Zuletzt geändert: 27.11.2022 16:25 (Externe Bearbeitung)